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Presseschau

Hier finden Sie aktuelle Artikel und Pressemitteilungen des AKtionsbündnisses. Vertreter der Presse wenden sich bei Rückfragen und Anliegen bitte an:


Frau Peggy Lehm
Sprecherin des Aktionsbündnisses „AbKita“
Mobiltelefon: 01520 / 59 545 74


Herr Christian Feldmann
Sprecher des Elternbundes Mecklenburg-Vorpommern
Mobiltelefon: 01522 / 69 540 99

Aktionsbündnis „AbKita“
Geschäftsstelle c/o GEW M-V
Lübecker Straße 265 a
19059 Schwerin

  

PRESSEMITTEILUNG - 29.03.2011

 

Kita-Bündnis legt Strategiepapier „Aktion Kita 2016“ vor – Kita-Gipfel für Mecklenburg-Vorpommern wird gefordert

 

Aus Anlass der anstehenden Landtagswahlen legt das Aktionsbündnis Kita (Abkita) unter dem Namen „Aktion Kita 2016“ ein Strategiepapier, in dem die Initiatoren den Weg zur Erreichung besserer Rahmenbedingungen in den Kindertagesstätten des Landes bis 2016 beschreiben.

 

„Die Politik der vergangenen Landesregierungen lag bisher auf dem Ausbau der Quantität der Betreuung. Wir müssen uns jetzt dringend auf die Qualität der frühkindlichen Bildung konzentrieren.“, so Christian Feldmann, Mitglied im Vorstand des Kita-Landeselternrats. „Die Qualität der Bildung in Kitas kann nur durch eine Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation erreicht werden. Wir schlagen einen Stufenplan vor, der an die Senkung des Betreuungsschlüssels im Kindergarten des KiföG MV anschließt und Veränderungen bis 2016 vorsieht.“ Das Aktionsbündnis fordert die Senkung der Fachkraft-Kind-Relation in der Krippe auf 1:4 (derzeit: 1:6), im Kindergarten auf 1:10 (derzeit 1:17) und im Hort auf 1:18 (derzeit: 1:22).

 

„Neben guten Arbeitsbedingungen, zu denen auch die beschriebene Verbesserung des Schlüssels Fachkraft-Kind gehört, müssen öffentliche und freie Träger für eine gerechte, tarifliche Bezahlung sorgen. Eine gute Bezahlung ist für die wichtige pädagogische Arbeit in der frühkindlichen Bildung unerlässlich. Zusätzlich verschärft wird die Situation durch den bereits einsetzenden Fachkräftemangel.“, erklärt Annett Lindner, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). „Eine gute Ausbildung und eine an den hohen Anforderungen gemessene gute Bezahlung sind in diesem Beruf die besten Lösungen im Kampf für eine Entgeltgerechtigkeit und gegen drohende Frauen- und Altersarmut.“

 

Christina Hömke, Vorstandsmitglied der Liga der Wohlfahrtsverbände MV: „Die freien Träger der Wohlfahrtsverbände übernehmen als Kita-Träger die Garantie einer qualitativ guten Bildung für Kinder in Mecklenburg-Vorpommern. Allerdings wird uns diese Arbeit durch schlechte Rahmenbedingungen bei der Finanzierung von Kindertagesstätten erschwert. Der Landesanteil pro Kind liegt 2011 nicht höher als 2006, lediglich zusätzliche Mittel für individuelle Förderung und Projekte wurden durch das Land erhöht. Diese kommen aber nicht gleichmäßig allen Kindern zugute. Die Landesregierung muss dringend das Finanzierungssystem verändern!“

 

Zur Umsetzung der Empfehlungen des Strategiepapiers von „Abkita“ wird ein Kita-Gipfel vorgeschlagen. „Eine solche Konferenz, zu der sich alle an der Kita beteiligten Partner in die aktive Ausgestaltung für bessere Rahmenbedingungen einbringen können, ist ein wichtiger Schritt.“, so Christina Hömke von der Liga der Wohlfahrtsverbände. „Nur durch eine Beteiligung aller Akteure können Verbesserungen erreicht werden.“, so Elternvertreter Christian Feldmann. „Ein Kita-Gipfel im Land wirkt auch über das Land hinaus. Wir müssen auch den Bund stärker in die Pflicht für die frühkindliche Bildung nehmen.“, sagt die GEW-Vorsitzende Annett Lindner.

 

Im Aktionsbündnis Kita (Abkita) haben sich Eltern, Arbeitnehmer/innen und Träger von Kindertagesstätten in Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossen.

Ziel des Aktionsbündnisses ist es, die Rahmenbedingungen für die frühkindliche Bildung weiter zu verbessern und damit den Bildungserfolg für die Kinder in Mecklenburg-Vorpommern herzustellen.

 

PRESSEMITTEILUNG - 09.09.2010

Aktionsbündnis „AbKita“ begrüßt Unterstützung durch den Landesfrauenrat


Das Aktionsbündnis „AbKita“ in Mecklenburg-Vorpommern begrüßt weiteren Zuwachs: Der Landesfrauenrat M-V e.V. unterstützt zukünftig das Aktionsbündnis, das sich auch für die Belange der vorrangig weiblichen Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung einsetzt. Das Aktionsbündnis vereint nun bereits insgesamt 10 Verbände für eine gute Bildung ab Kita.


"Wir freuen uns, dass sich der Landesfrauenrat für die Ziele des Kitabündnisses engagiert. Der Focus der Zusammenarbeit ist unter anderem auf den Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit gerichtet, denn in den Kitas arbeiten derzeit fast nur Frauen, mehr als zwei Drittel in Teilzeit. Fast die Hälfte der in den Kitas hauptberuflich tätigen Personen sind maximal 32 Wochenstunden beschäftigt. Solche Bedingungen, deren Gründe vielschichtig sind, und die hohe Anzahl der Kinder, für die eine Fachkraft verantwortlich ist, belasten einerseits die Kinder und andererseits die Frauen.", so die Sprecherin des Aktionsbündnisses Peggy Lehm.


Den Kindern fehlen zum einen die männlichen Bezugspersonen. Zum anderen wechselt oft die Bezugsperson des Kindes, was für die Bildungsarbeit in den Kitas nachteilig ist. Des Weiteren muss sich ein Kind mit zu vielen anderen Kindern die Aufmerksamkeit der Fachkraft teilen, um seine Bedürfnis-se zu decken. So sind Auswirkungen auf das Wohlbefinden und das Verhalten der Kinder in der aktuellen Situation und auf die kindliche Entwicklung im sozial-emotionalen und sprachlich-kognitiven Bereich durch Studien bekannt.
Den Fachkräften fehlt die Zeit, um sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen, dem Entwicklungsstand und den Entwicklungsmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes und dem Bedürfnis der Familie zu orientieren. Eine individuelle Förderung kann somit nicht bzw. nicht hinreichend erfol-gen. Für das vorrangig weibliche pädagogische Personal besteht darüber hinaus eine akute Gefahr dafür, dass die Frauen mangels ausreichender Rentenansprüche in Altersarmut leben werden. Die schlechte Gestaltung der Arbeitszeiten, die ebenfalls schlechten Verdienst- und Aufstiegsmöglichkei-ten sowie die hohe Arbeitsbelastung schrecken ab, den Kitas im Land fehlt Personal.


Peggy Lehm abschließend: „Die geplante minimale Verringerung der Verantwortlichkeit einer Fachkraft im Kindergarten von 18 auf 17 Kinder ab dem Jahr 2011 ist als erster Schritt sehr zu begrüßen, ändert aber kaum etwas an der geringen Attraktivität der Arbeitsbedingungen für junge Kräfte. Sozialministerin Schwesig bleibt gefordert, die schwierigen und anstrengenden Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen zu verbessern. Die angekündigte weitere Überarbeitung des Kitagesetzes sollte noch vor der nächsten Landtagswahl erfolgen, damit Mecklenburg-Vorpommern im Wettbewerb um gute Nachwuchskräfte nicht den Anschluss verliert. Dringend erwartet wird auch das angekündigte Planungsverfahren zur bedarfsgerechten Sicherung von Ausbildungsplätzen für pädagogische Fachkräfte im Bereich der Elementarpädagogik sowie eine Konzeption zur Fort- und Weiterbildung des pädagogischen Personals gerade in Bezug auf die Bildungskonzeption durch Bildungsminister Henry Tesch.

Der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. vertritt als Dachverband gegenwärtig die Inte-ressen von 49 Mitgliedsverbänden. Zum Stichtag 01.03.2009 waren 97,8 Prozent des pädagogischen und Verwaltungspersonals in Kindertageseinrichtungen weiblichen Geschlechts. (Quelle: StatA M-V, Statistischer bericht K433 2009 00, S. 14 f.)


Zum Stichtag 01.03.2009 arbeiteten insgesamt 8.305 Personen hauptberuflich in Kindertageseinrichtungen, davon lediglich 1.996 Personen in Vollzeit (38,5 und mehr Wochenstunden), 2.405 Personen in Teilzeit von 32 bis unter 38,5 Wochenstunden und 3.904 Personen in Teilzeit von 21 bis unter 32 Wochenstunden. (Quelle: StatA M-V, Statistischer bericht K433 2009 00, S. 10-13.)

 

PRESSEMITTEILUNG – 22.06.2010

Zukunft für Kinder gestalten !
Aktionsbündnis „AbKita“ fordert gesetzlichen Stufenplan zur Verbesserung der Rahmenbedingungen  für die Kitas des Landes

 

Der Sozialausschuss des Landtages M-V hört heute 15 Sachverständige zu dem Gesetzentwurf der Landesregierung zur Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes von Mecklenburg Vorpommern an. Insgesamt 26 Sachverständige erhielten im Vorfeld 83 Fragen, zu denen 11 Sachverständige schriftlich Stellung nehmen sollten. Bereits am Freitag, den 25.06.2010 wird der Sozialausschuss abschließend dazu beraten.

 

„AbKita“ bezweifelt, dass dem Fachgremium des Landtages Mecklenburg-Vorpommern ausreichend Zeit für die Prüfung, Bewertung und Formulierung von Änderungsanträgen zur Verfügung steht. Selbst wenn die Mitglieder des Sozialausschusses bis Freitag täglich 10 Stunden aufwenden, so steht den Politikern durchschnittlich nur knapp eine Minute je Antwort zur Verfügung. Unter diesen Bedingungen kann der Sozialausschuss seiner Kontrollaufgabe nicht gewissenhaft nachkommen.

 

"Ein schwarzer Tag für die Kitas im Land. Die Kinder, deren Eltern und Erzieherinnen tappen weiter im Dunkeln, wie sich die Politiker die Zukunft der Kitas konkret vorstellen. Es fehlt seitens der Politik
eine Antwort, woher das Geld für die Kinder und die von allen Experten angesprochene Verbesserung der Personalsituation in den Kitas kommen soll. Hier ist jetzt der Landtag parteiübergreifend gefordert, die Kita der Zukunft zu formulieren und mit dem notwendigen Geld langfristig als zentrales Politikfeld abzusichern. Kitas und deren Finanzierung muss neu gedacht werden.“, so Peggy Lehm, Sprecherin des Kitabündnisses.

 

„AbKita“ spricht sich daher dafür aus:

• Im Kitagesetz einen Rahmenplan zu verankern, der den Personalbedarf unter Berücksichtigung der Ziele der Bildungskonzeption überprüft und als Basis für die zukünftige Arbeit festschreibt. Ohne qualifiziertes Fachpersonal funktioniert Bildung in Kitas nicht.

• Ein Finanzierungskonzept bis 2016 zu verabschieden, das den Kitas Planungssicherheit gibt und die derzeitige ungerechte Finanzierung der Kitas zu Lasten der Eltern und Kommunen des Landes beendet. Die Bildung in den Kitas ist wie die Bildung in Schulen und Hochschulen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

• Parteiübergreifend einen Kitakonsens zu formulieren und seitens der Politik zu entscheiden, wie durch Umschichtungen im Landeshaushalt von jährlich rund 7 Milliarden Euro das notwendige Geld für die Kinder und die Zukunft des Landes bereitgestellt werden soll. Wer nicht investiert, der nicht profitiert!

 

Dabei hätte die Landesregierung im Vorfeld ausreichend Zeit gehabt, notwendige Änderung zum Kindertagesförderungsgesetz des Landes auf den Weg zu bringen:


• Die Ziele laut Koalitionsvertrag vom 6. November 2006 zu einer „mutigen Familienpolitik“, mit denen „Mecklenburg-Vorpommern zum familienfreundlichsten Land in Deutschland“ gemacht werden sollte.

• Effektestudien zum KiföG M-V vom Oktober 2006 und vom März 2009 stellen Handlungsbedarf u.a. in folgenden Bereichen fest: Verwaltungsvereinfachung, Wirtschaftlichkeit der Entgelte, Modifikation des Finanzierungssystems, Erhöhung finanzieller Anteile, Personalausstattung, Ausbau der Kitas als Familienzentren.

• Hinweise der LIGA der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in M-V e.V. auf dringenden Handlungsbedarf zur deutlichen Verbesserung der Personalausstattung für alle Altersbereiche und die Erhöhung der Zeiten für die mittelbare pädagogische Arbeit im Rahmen der Kampagne „Bildung, Erziehung, Betreuung- Qualität kostet Zeit“ mit Beginn im Januar 2009

• Die Arbeitsgruppe „Kinderbetreuung, Kindertagesförderung“ des 1. Familienkonvents M-V – das vom Landtag und der Landesregierung eingesetzte Parlament für Familien in M-V gibt am 29. Juni 2009 seine Empfehlungen ab, u.a. die deutliche Verbesserung der Personalausstattung der Kitas und die Aufstellung eines gesamtheitlichen Personalkonzeptes.

• Im Anhörungsverfahren zum Ressort-Entwurf des Sozialministeriums zur Neufassung des KiföG M-V im März 2010 werden fachlicher und finanzieller Handlungsbedarf angezeigt.

 

Abschließend Frau Lehm "Ich appelliere an alle Parteien im Landtag, Sozialministerin Schwesig mehr Geld für die Kitas zur Verfügung zu stellen. Das vorgelegte Gesetz, was auch laut Frau Schwesig nicht ausreicht, muss im Interesse der Zukunft des Landes durch den Landtag korrigiert werden. Investieren in Kitas ist billiger als später die Versäumnisse zu reparieren. Unterstützen Sie Frau Schwesig bei ihren Bemühungen für gute Bildung ab Kita bitte durch weitere Umschichtungen von Mitteln im Landeshaushalt zu Gunsten der Kinder und Familien des Landes!"

 

1. Kitaforum in Rostock erfolgreich

Aus dem ganzen Land waren-von Wittenburg bis nach Pasewalk - die 40 Teilnehmer des 1. Kitaforums auf Einladung des Elternbundes Mecklenburg Vorpommern nach Rostock zusammengekommen. Ein Zeichen großen ehrenamtlichen Engagements von Eltern für die Kinder des Landes, wenn man bedenkt, dass die Teilnehmer Ihre Fahrkosten selbst finanziert haben und teilweise mehrstündige Anreisen auf sich nahmen und auch die Betreuung der eigenen Kinder sicherzustellen war. Eine Förderung der Informationsveranstaltung durch das Sozialministerium erfolgte nicht.

 

Die Teilnehmer informierten sich zunächst im Rahmen eines Vortrages von Frau Silvia Sandmann, Referentin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes über die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen auf der Basis des Entwurfes von Sozialministerin Schwesig. Deutlich wurde, dass zentrale Fragen durch den Gesetzesentwurf nicht gelöst werden. Die Unterfinanzierung der Kitas durch das Land wird nicht behoben. Teile des Gesetzes sind nicht ausreichend durch das Land gegenfinanziert, so dass Kostensteigerungen für Eltern und die Kommunen ins Haus stehen. Eine rege Diskussion zeigte, dass in einzelnen Regionen des Landes in Kitas bereits Erzieherinnen fehlen, was zu Lasten der Kinder geht. Kritisiert wurde, dass trotz erkennbaren Bedarfs an qualifizierten Erzieherinnen die Ausbildungskapazitäten durch das Land gerade reduziert werden. Notwendig erscheint es, den Gesetzesentwurf umfassend zu überarbeiten und mit der notwendigen Sorgfalt neu zu formulieren.

 

Frau Rechtsanwältin Ramona Brandt, Kita Stadtelternratsvorsitzende in Neubrandenburg, erläuterte aus Sicht der Bedürfnisse von Kindern in sehr plastischer Form die Notwendigkeiten eines modernen Kitagesetzes. Sie erläuterte, wo der vorgelegte Gesetzesentwurf wegen handwerklicher und inhaltlicher Mängel einer Nachbesserung bedarf. Teile des Gesetzesentwurfes sind aus Sicht von Frau Brandt verfassungswidrig, weil einzelne Regelungen mit den grundgesetzlich geschützten Erziehungsrechten der Eltern und datenschutzrechtlichen Vorgaben kollidieren. Deutlich wurde, dass das Gesetz derzeit Demokratiedefizite hat. Kita Elternvertreter werden im Vergleich zu Schulelternvertreter durch den Gesetzgeber deutlich benachteiligt. Hier wurde im Rahmen einer lebhaften Diskussion darauf hingewiesen, dass dieser Fehler bereits bei der Verabschiedung des derzeitigen Gesetzes gemacht wurde und nun trotz entsprechender Hinweise fortgeschrieben werden soll. Andererseits von Politikern immer wieder der Wert des Ehrenamtes in Sonntagsreden betont werde. Im Hinblick auf die anstehende Kreisgebietsreform müssen unbedingt Lösungen gefunden werden, um weiterhin ehrenamtliches Engagement in den Kitas, insbesondere im ländlichen Raum, sicher zu stellen. Völlig unklar ist derzeit z.B. wie Eltern mit geringen Einkommen bei den Verhandlungen der Beiträge der Kitas im Jugendamt mitwirken sollen.

 

Im Rahmen des Kitaforums wurde dann nach einer kurzen Mittagspause der "Kita Landeselternrat Mecklenburg Vorpommern" gebildet. Neben dem von den anwesenden Eltern gewählten Vorstand mit fünf Vorstandsmitgliedern aus Schwerin, dem Landkreis Bad Doberan, Rostock, Neubrandenburg und dem Landkreis Uecker Randow erklärten sich weitere Eltern bereit, sich aktiv für die Ziele des Kita Landeselternrates in ihren Regionen zu engagieren. Die hohe Motivation der Kitaeltern des Landes, die nicht nach Rostock kommen konnten, wird durch eine Vielzahl von Anfragen aus Kitas des ganzen Landes im Vorfeld der Veranstaltung und auch konkrete Angebote zur Mitarbeit im Kita Landeselternrat dokumentiert.

 

Die Vorstandsmitglieder des Kita Landeselternrates haben die Leitsätze der Arbeit im Rahmen einer Gründungsurkunde festgehalten.

 

Hauptaktionsfelder sind:

  • Werben für den gesellschaftlichen Wert der frühkindlichen Bildung
  • Informationen über die Arbeit, Situationen und aktuellen Trends in den Kitas
  • Beratung und Information interessierter Eltern
  • Unterstützung und Beratung von Kitastadtelternräten und den Elternräten in den einzelnen Kitas vor Ort

 

Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Veranstaltung ein Gewinn war. Viele neue Kontakte wurden geknüpft und Informationen ausgetauscht.

 

Vorsotzende des „Kita Landeselternrat Mecklenburg Vorpommern“:
Ramona Brandt 

Pressemitteilung, 01. Juni 2010

Mehr Einsatz für die Kitas in Mecklenburg-Vorpommern
Aktionsbündnis „Abkita“ gegründet


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Am heutigen Weltkindertag startet mit „AbKita“ ein überparteiliches Aktionsbündnis aus Eltern und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW M-V) für die Kitas in Mecklenburg- Vorpommern. Ziel des Aktionsbündnisses ist es, der Politik Anregungen für die laufende Beratung zum neuen Kitagesetz zu geben und mehr Geld für gute Kitas einzuwerben.


„Wir müssen Kitas im Land neu denken. Kitas gehen uns alle an. Ohne nachhaltige Veränderungen durch das neue Kitagesetz kommt es zum Kollaps in den Kitas. Eltern sind in großer Sorge, dass Ihren Kindern so Bildungs- und Zukunftschancen genommen werden.“ so Peggy Lehm, Sprecherin des Kitabündnisses. „Das Aktionsbündnis „AbKita“ fordert in Zeiten knapper öffentlicher Kassen vom Landtag ein parteiübergreifendes Zukunftskonzept für die Kitas und mehr Geld. Mehr Geld für die Kinder ist der Schlüssel für die bessere wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Zu wenig Geld für Kitas kommen uns und künftigen Generationen teuer zu stehen.“


Das Aktionsbündnis „AbKita“ setzt sich dafür ein, dass Missstände von der Politik nicht nur diskutiert, sondern Lösungen gefunden und umgesetzt werden. Gute Bildung in den Kitas kostet Geld! Schlechte noch viel mehr. Versäumnisse im Kitaalter sind extrem teuer. Investieren statt teuer reparieren lautet die Devise. Mit Blick auf die flächendeckende Einführung der Bildungskonzeption für 0 bis 10-Jährige zum Schuljahr 2011/2012, gute Bildung „AbKita“ und eine individuelle Förderung aller Kinder fordert das Aktionsbündnis:

  • flexible Öffnungszeiten und Angebote der Kitas zur langfristigen Sicherung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und als wichtiges Element der Wirtschaftsförderung
  • mehr Erzieherinnen und Erzieher in Kinderkrippen, Kindergarten und Hort auf Basis einer Personalbemessung, um die inhaltlichen Vorgaben des Gesetzes, die individuelle Förderung aller Kinder und die Umsetzung der Bildungskonzeption des Landes realisieren zu können
  • die Elternbeiträge landeseinheitlich sozial zu staffeln, in der Höhe zu begrenzen und perspektivisch abzuschaffen, um Bildung wie in der Schule und in den Universitäten kostenfrei für Eltern ab Kita zu ermöglichen
  • mehr Zeit für die Kinder und für die Leitung von Kitas und Fachberatung durch mehr Selbstständigkeit und weniger Bürokratie für die Kitas
  • die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Vergütung der Erzieherinnen und Erzieher
  • die Mitwirkungsrechte und die ehrenamtliche Arbeit der Kitaeltern zu stärken.


Das Aktionsbündnis „AbKita“ aus Kitaeltern und der Bildungsgewerkschaft GEW wird aktuell unterstützt von Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege, Kitaträgern und Firmen in Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Organisationen, Kitaelternräte, Stadtelternräte Kitas, Kommunen des Landes, Firmen und andere engagierte Einzelpersonen, die die Forderungen des Aktionsbündnisses teilen und im Sinne der Kinder und Mecklenburg-Vorpommerns unterstützen
wollen, sind als Teil einer breiten Bürgerbewegung für unsere Kinder willkommen. Sie melden sich bitte unter: info@elternbund-mv.de.